PANHARD Tipps & Tricks

P A N H A R D   —  Tipps & Tricks

Baugruppe :
Bauteil :
Problem :
MOTOR
Ölpumpe
Austausch der Pumpe
Nach all dem, was ich noch so im Hinterkopf habe, ist das ja nicht so ganz unkompliziert.
Also:
1. Nach dem Ablassen des Öl's muss die Kurbelwelle blockiert werden.
Wie macht man das am besten, wenn man nicht dieses Werkzeug hat, was die Schwungscheibe durch Einsetzen auf die Gehäuseöffnung am Zahnkranz fixiert?
2. Dann muss man die Antriebswelle des Verteilers blockieren.
Auch dazu braucht man ja eigentlich wieder etwas Spezielles. Wie also konkret handhaben?
3. Nun kann man die alte Ölpumpe abschrauben und entfernen.
Muss man dazu den Träger für den Ölfilter ebenfalls entfernen? Beim Ölfilter-System von Alain, welches ich ja schon länger eingebaut habe, ersetzt dieser Träger ja die runde Platte, welche normalerweise die Ölablassschraube trägt.
4. Jetzt wird die neue Pumpe eingesetzt und befestigt.
Diese Pumpe mit den 2 Zahnrädern hat ja auch 2 Achsen. Eine dieser Achsen hat am oberen Ende eine quer verlaufende Bohrung. Muss da irgendetwas eingesetzt oder befestigt werden? Und wenn nicht, ist es bei Einsetzen der Pumpe gleichgültig, welche Stellung diese Bohrung hat?
5. Wenn die Pumpe wieder drin ist, kann alles andere wieder rückgebaut werden. Nach Einschrauben des Ölfilters und Einfüllen des neuen Öl's ist die Sache dann erledigt.
Richtig, oder habe ich etwas vergessen?


Keine Sorge, so kompliziert ist es gar nicht. Ich würde zum Blockieren einfach einen Gang einlegen und zusätzlich die Handbremse anziehen. So leicht dreht sich die Kurbelwelle ja auch nicht. Als Fixpunkt würde ich die Kurbelwelle auf die Markierung für Zündung stellen. Das lässt sich am Verteiler bei geöffnetem Deckel ja auch gut nachvollziehen. Ergänzend vielleicht noch zwei Markierungen am Verteiler und Finger und dann findet sich das leicht wieder. Sonst bräuchtest du zum Fixieren der Welle das Einstellwerkzeug für die Kurbelgehäuseentlüftung, da man damit auch die Welle blockieren kann (nach Entfernung des Verteilers). In der Praxis ist die Gefahr des Verstellens allerdings eher gering.
Dann kommt unten am Motor alles weg, was den bisherigen großen Öldeckel ersetzt, egal von welchem System (hattest du nicht die Lösung von Mike Crane mit dem Filter direkt am Motor?). Wenn der Deckel bzw Deckelersatz unten ist, sieht du in die Ölwanne hinein. Da ist dann das Unterteil der Pumpe zu erkennen. Entweder die Lösung von Alain oder die von Mike Crane, auf der der Filter aufgeschraubt ist. Dieses Pumpenunterteil wird von 4 Muttern gehalten. Diese lösen. Es kommt das Pumpenunterteil heraus und mit etwas Ziehen auch die Pumpe. Die höhere der beiden Achsen ist der Antrieb, an der sich dann auch die Verteilerwelle anschließt. Der Schlitz passt in die Verteilerwelle und stellt den Kraftschluss her. Wenn also der Verteiler blockiert ist, bleiben damit auch alle Einstellungen erhalten. Alles trocken reiben, die neue Papierdichtung auf die neue Pumpe drauf, von unten nach oben in den Motor einsetzen und dann das Pumpenunterteil usw.
Ohne Hebebühne ist das etwas fummlig, weil man über Kopf am tropfenden Patienten arbeitet (oder eben wartet bis er ausgeblutet ist), aber eigentlich wirklich nicht schlimm. Ob die Einstellung erhalten geblieben ist, kannst du so erkennen, indem du den Motor, nachdem du die Pumpe mit Unterteil drin hast einmal durchdrehst und überprüfst, ob der Zündzeitpunkt noch stimmt.
Ups, einen Schritt hatte ich ganz vergessen, also:
Die Papierdichtung müsste eigentlich beiliegen. Du siehst beim Ausbau, wo sie wie dazwischen kommt. Dann musst du noch einen Umbau von der alten zur neuen Pumpe vornehmen. Bei der beweglichen Achse mit der Bohrung kommt noch ein Zahrad drauf, mit dem die Nockenwelle die Pumpe antreibt. In der Bohrung steckt ein Schwerlaststift. Den musst du austreiben und dann zusammen mit dem Zahnrad auf der neuen Pumpe montieren. Die Stellung dieser Achse spielt keine Rolle. Das alte Unterteil der Pumpe bzw. das Teil was zum jeweiligen Ölfilterset gehört (das Originalteil ist eigentlich nur eine Art Deckel mit Bohrungen, in der eine Kugel als Überdruckventil steckt und unten mit einer Schraube das Grobsieb montiert ist, solltest du vor dem Einbau noch auf Laufspuren kontrollieren. Die Zahnräder arbeiten sich dort ein und sorgen für Druckverlust. Wenn Spuren vorhanden sind, den Deckel vorsichtig schleifen. Ich nehme dazu Schleifpapier, das ich auf eine Glasscheibe lege. So kann ich relativ sicher gehen, dass ich eben schleife. ähnlich wäre ein schwerer Metallschleifklotz, der aber sauber gefräst sein muss (nimmt man so, wenn man zur Not einen Zylinderkopf von Hand vorsichtig plant).